Labordiagnostik

Die Labordiagnostik hilft auch in der alternativen Tierheilkunde Ursachen für bestimmte Symptome zu finden, eine Diagnose abzusichern oder den Therapieverlauf
zu kontrollieren. In meiner Praxis arbeite ich mit Vetscreen und Enterosan vet, professionelle Labore für Veterinärmedizin, zusammen.
 

Zur Labordiagnostik zählen:

  • Blutanalyse
    Die Blutuntersuchung ist eine der Hilfreichsten diagnostischen Methoden in der (Tier-) Medizin. Anhand verschiedener Blutwerte können Rückschlüsse auf die Organfunktionen gezogen werden. Außerdem können bei einer Infektion spezifische Antikörper gegen den verursachenden Erreger oder oftmals sogar der Erreger selbst im Blut nachgewiesen werden.

  • Kotanalyse
    Um Parasiten, Bakterien, Mykosen oder eine Dysbiose (Fehlbesiedelung des Darms) festzustellen.

  • Fellmineralanalyse
    Unter anderem zur Bestimmung des Mineralstoffhaushalts und der Toxinbelastung.

  • Haut- und Felluntersuchung
    Zum Nachweis von Parasiten, Bakterien und Mykosen

  • Urinanalyse
    Es besteht die Möglichkeit mittels verschiedener Organprofile die Organfunktionen zu analysieren. 

 

"Im Darm liegt der Ursprung von Gesundheit und Krankheit.“ – Chinesisches Sprichwort

 

Die Gesundheit des Darmes ist die Grundlage für das allgemeine Wohlbefinden von Hund, Katze und Pferd.

Er ist nicht nur für die Verdauung zuständig, sondern beherbergt mit seiner riesigen Oberfläche rund 70 % der Immunzellen des Körpers.

 

Das Mikrobiom: Die Darmflora als Schutzschild

Die Darmflora (Mikrobiom) besteht aus Billionen von Mikroorganismen wie Bakterien, Pilzen und Viren. 

Diese Gemeinschaft übernimmt lebenswichtige Aufgaben:

  • Abwehr: Sie bildet eine Barriere gegen Krankheitserreger und verhindert deren Ausbreitung.

  • Stoffwechsel: Bakterien helfen bei der Aufspaltung von Nahrung und der Bildung wichtiger Stoffwechselprodukte wie Fettsäuren.

  • Immunregulation: Ein intaktes Mikrobiom reguliert die Körperabwehr gegen Viren, Bakterien und Parasiten.

 

Dysbiose und ihre Auswirkungen

Gerät dieses empfindliche Gleichgewicht aus der Balance, spricht man von einer Dysbiose. Dies kann zum Beispiel durch Stress, nicht artgerechtes Futter, Medikamente (wie Antibiotika) oder Infektionen ausgelöst werden.

Eine Dysbiose beeinträchtigt die Darmbarriere ("Leaky Gut Syndrome"), wodurch Schadstoffe in den Kreislauf gelangen können. Die Folgen reichen von lokalen Verdauungsbeschwerden bis hin zu systemischen Problemen:

  • Verdauungssymptome: Häufiger Durchfall, Flatulenzen (Blähungen), weicher Kot oder rezidivierende Koliken und Kotwasser (besonders beim Pferd).

  • Mangelerscheinungen: Eine gestörte Nährstoffaufnahme führt oft zu Gewichtsabnahme, stumpfem Fell und Lethargie.

  • Infektanfälligkeit: Ein geschwächtes Darm-Immunsystem macht das Tier anfälliger für Parasitenbefall, Allergien und chronische Entzündungen wie IBD (inflammatory bowel disease).

 

Wie sinnvoll sind Kotanalysen?

Analysen über Kotproben sind ein wertvolles, nicht-invasives Diagnosewerkzeug, um "in das Tier hineinzuschauen".

Kotuntersuchungen sind vor allem bei folgenden Problemen empfehlenswert:

  • Allergische Erkrankungen und Unverträglichkeiten

  • Verdauungsstörungen (Erbrechen, Durchfall, Kotwasser beim Pferd, Verstopfung, Blähungen, analer Juckreiz, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Probleme bei der Futterumstellung)

  • Fell-/Hautprobleme (Hautausschlag, Ekzeme, Mauke, generalisierter Juckreiz, chronische Otitis, Fellverlust)

  • Abwehrschwäche (Atemwegsprobleme, Blasenentzündung, Schnupfen, Asthma, chronische Müdigkeit, wiederkehrende Infekte, Pilzerkrankungen)

  • Erkrankungen des Bewegungsapparates (rheumathoide Erkrankungen)

  • Verdacht auf Parasiten

 

Labore wie Vetscreen oder Enterosan Vet bieten spezialisierte Profile für eine detaillierte Analyse an.

  • Darmflora-Screen: Bestimmt die Zusammensetzung der Bakterienstämme und deckt Fehlbesiedlungen oder pathogene Keime (z. B. Salmonellen, Clostridien) auf.

  • Funktionsmarker: Über den Kot lassen sich Entzündungsmarker, der pH-Wert und die Verdauungsleistung (z. B. Elastase-Test für die Bauchspeicheldrüse) bestimmen.

  • Parasiten-Check: Ein regelmäßiges Screening auf Würmer und Einzeller (Giardien) ist essenziell für die Darmgesundheit um unnötige Gaben von Wurm“kuren“ zu vermeiden.

 

Wichtig ist jedoch die Frische der Probe, da viele nützliche (anaerobe) Bakterien beim Transport schnell absterben können. Sie erhalten von mir eine detaillierte Anleitung für das richtige Kotsammeln und versenden.

 

Möchten Sie eine Anleitung zur korrekten Entnahme einer Sammelkotprobe oder suchen Sie nach Ernährungstipps zum Aufbau der Darmflora nach z.B. einer Antibiotikagabe? Dann freue ich mich über Ihre Anfrage.

 

Ich kann nicht bei Ihnen vor Ort sein weil Sie nicht in meinem Einzugsgebiet wohnen? Kein Problem.

Kotprobenüberprüfungen und auch Fellmineralanalysen können ganz unkompliziert durchgeführt werden.

 

Sie nehmen telefonisch (0176-78168878) oder per mail () Kontakt mit mir auf und schildern Ihr Problem. Ich berate Sie dann gerne und sende Ihnen die entsprechenden Unterlagen und benötigten Materialien (Kotprobenröhrchen, Anforderungsbogen, Umschlag) zu.

Sie sammeln den Kot in den von mir bereitgestellten Kotprobenröhrchen und schicken diesen mit dem ausgefüllten Anforderungsbogen direkt ins Labor. So verlieren wir keine Zeit um schnellstmöglich ein Ergebnis zu bekommen. Der Befund kommt vom Labor per mail zu mir. Ich schaue auf den Befund und setze mich mit Ihnen in Verbindung. Wenn gewünscht interpretiere ich den Befund und gebe Ihnen weitere Handlungsmaßnahmen an die Hand.

Je nach Aufwand der Untersuchung variieren die Preise für die Laborkosten. Zusätzlich fallen Kosten an wenn Sie von mir im Nachgang eine Beratung wünschen. Die Preise meiner angebotenen Leistungen entnehmen Sie bitte der Preisliste.


 

Bitte sprechen Sie mich vorab an welche Leistung Sie sich für Ihr Tier wünschen. Ich berate Sie gerne.